Ort

artheater, Ehrenfeldgürtel, Köln, Deutschland
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Datum

Dienstag, 3. April 18

Uhrzeit

19:00

Preis

18,30 Euro

Gengahr

Schon lange hat kein Video mehr mit einer derart knallbunten Farben- und Formenvielfalt überzeugt wie der Animationsfilm zu „Mallory“. Die neue Single von Gengahr ist an sich schon ziemlich toll, und der organische Rausch in (überwiegend) Rot, Gelb und Blau harmoniert ganz hervorragend mit dieser kleinen, aber feinen Indie-Pop-Hymne. Schon „Carrion“, der erste Vorgeschmack auf das kommende und im März erscheinende Album „Where Wildness Grows“, wurde von Regisseur Dan Jacobs mit viel Liebe als Meerestraum arrangiert, beim zweiten Wurf „Mallory“ führt er uns in eine Wüsten- oder Steppenlandschaft. Aber diese Kombination von Klang und optischen Eindrücken hat ja beim Londoner Quartett schon Tradition. Der Sound von Gengahr an sich trägt kinematografische Züge, schon die Songs der hoch gelobten, ersten Platte „A Dream Outside“ konnte man sich anhören wie Filme, die ganz harmlos beginnen und einen dann ganz langsam unbehaglich werden lassen, weil man ahnt, dass gleich ein Monster oder ein Vampir oder etwas viel unglaublicheres um die Ecke kommen wird. Nicht umsonst nennt Frontmann Felix Bushe neben Lou Reed und David Bowie auch die Regisseure David Lynch und Terry Gilliam als Vorbilder für die Musik. Auf dem neuen Werk setzen Gengahr ihren Stil glatt so fort, allerdings unter neuen Vorzeichen. Die Arbeit an der neuen Platte habe sich lange hingezogen, sagt Bushe, Gengahr hätten die Zeit gebraucht, um die Stücke zu schreiben, die ihren heutigen Ansprüchen gerecht werden. Keinesfalls ein gleichförmiger Nachfolger sollte es werden. Dafür ging die Band für drei Monate ins Studio, überwand alle Schwierigkeiten und Frustrationen und kommt jetzt mit einem Album daher, das alle Erwartungen bei Weitem übertrifft. Und weil Gengahr auch noch eine fantastische Live-Band sind, die ihre genial konstruierten Songs auf der Bühne in eine coole und doch groovige Show verwandeln, dürfen wir uns auf großartige Konzerte freuen, wenn die Engländer im Frühjahr auf Tour kommen.

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