Karneval ist lange her. Doch die Bands, die in der fünften Jahreszeit kaum aus Köln herauskommen und auch mal acht Konzerte an einem Tag geben, legen sich den Rest des Jahres selbstverständlich nicht auf die faule Haut. Aber: Welche kölschen Mundart-Bands sind eigentlich in diesem Jahr wo unterwegs? Wer trägt die kölsche Sproch am weitesten hinaus in die (deutschsprachige) Welt? Wir haben uns die Tourkalender einmal angesehen …

Wolfgang Niedecken ist nach wie vor ein Aushängeschild des Kölschen // Foto: Tina Niedecken
BAP

Keine Frage – spätestens seit ihrem Überhit „Verdamp lang her“ 1982 war Wolfgang Niedeckens BAP außerhalb der Domstadt das Aushängeschild für Musik auf Kölsch. Und ist es bis heute noch. Die BAP-Fangemeinde zieht sich quer durch die deutschsprachigen Länder. So kommen Niedecken und seine Mannen auf der diesjährigen Tour wieder weit herum. Ob Kempten im Allgäu, Stuttgart, München (sogar an zwei Abenden), Frankfurt, Hamburg, Basel, Künzelsau, Leipzig oder Münster.

Der kurioseste Termin dürfte ihr Gastspiel bei „Werner – Das Rennen 2018“ sein. Die Geschichte dahinter: Werner-Zeichner Brösel hatte 1988 mit seinem hochgezüchteten Horex-Motorrad seinen Freund Holgi nebst rotem Porsche zum Rennen aufgefordert. 200.000 Menschen wollten auf dem Flugplatz Hartenholm in Schleswig-Holstein dabei sein. Es wurde eine Megaparty mit Open-Air-Festival. Auf der Bühne mit dabei: BAP! Exakt 30 Jahre später will Brösel, der damals verlor, es in diesem Sommer noch einmal wissen und startet am selben Ort erneut ein Rennen mit Riesensause. Wie damals sind BAP als einer der Headliner mit dabei, ebenso wie bereits 30 Jahre zuvor Roger Chapman, Doro, Torfrock sowie Otto Waalkes und die Friesenjungs.
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Unermüdlich im deutschsprachigen Raum unterwegs: die Höhner // Foto: Thomas Rabsch
HÖHNER

Ebenfalls keine Überraschung ist, dass auch die Höhner deutschlandweite Botschafter für Musik in kölscher Mundart sind. Nach Partykrachern wie „Viva Colonia“ oder dem Handball-WM-Song „Wenn nicht jetzt wann dann“ waren sie in aller Munde – von Mallorca über die Aprés-Ski-Hütten der Alpen bis an die Waterkant. Seit vielen Jahren tingeln sie außerdem durch diverse Musiksendungen im TV, darunter die großen Samstagabendshows von Florian Silbereisen & Co. Nach der alljährlichen „Höhner Rockin’ Roncalli Show“, die in diesem Jahr in Aachen und Koblenz über die Zirkusbühne geht, fliegen die Höhner aus zur großen Tournee. Die führt Henning Krautmacher und seine Mannen etwa nach Bayern, Erfurt, Luxemburg, Duisburg, zum Seer Open Air nach Österreich oder ins schwäbische Tuttlingen.
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QUERBEAT

Die bunte Blechblas-Truppe hat nicht nur in der Karnevalsszene eine Nische besetzt – auf der anderen Seite machen sie mit ihrem Ska eine Musik, die nicht zwangsläufig auf Karneval gemünzt ist. Das funktioniert großartig überall in der Republik und darüber hinaus. Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass Querbeat gerade richtig durchstarten. Ihre Tournee (von der bereits jetzt knapp die Hälfte der Termine ausverkauft ist), führt sie unter anderem nach Münster, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Hamburg, München, Wien und Zürich. Kurz: Querbeat sind überall. Und womit? Mit Recht!
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Holen sich Kasalla den Echo in Berlin ab? // Foto: Ben Wolf
KASALLA

Seit einer Woche ist die Nachricht in der Welt: Kasalla sind für den Musikpreis „Echo“ nominiert! Eine große Ehre, die bislang nur den kölschen Mundart-Bands Höhnern und BAP zuteil wurde. Dass die Kategorie mit der Bezeichnung „Volkstümliche Musik“ nicht wirklich stimmig ist, liegt einfach daran, dass es dem „Echo“ an passenden Kategorien mangelt. In jedem Fall freut sich die Band mehr als angemessen und wird sich bei der Verleihung in Berlin am 12. April ganz fest selbst die Daumen drücken. Ob mit oder ohne „Echo“ im Gepäck – viel Zeit zum Feiern bleibt anschließend nicht. Kasalla sind im Frühling und Sommer viel auf Tournee, lugen dabei auch über die Grenzen des Rheinlands hinaus. Zum Beispiel auf Konzerten in Weeze, Sankt Vith/Belgien, Hagen oder Cleve. Und wer weiß – wenn der „Echo“ in der Tasche sein sollte, könnten  durchaus noch einige Termine folgen, die weiter entfernt liegen.
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3 Comments
  1. Wusste nicht das Querbeat aus Köln kommen..dachte immer das die aus Bonn sind..Lustig

    1. Das Querbeat aus Bonn stammen stimmt natürlich, allerdings ist am Anfang des Textes von “kölsche Mundart-Bands” die Rede, und dazu dürfen sie ja nun mal ganz sicher gezählt werden …

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