Normalerweise schließt traditionell das Dreigestirn mit viel Pomp und noch mehr Kamelle den Kölner Rosenmontagszug ab. Seit vergangenem Jahr ist das anders. Der allerletzte Wagen dient dazu, feierlich das Motto der nächsten Session ab dem 11.11. zu verkünden. So auch gestern, als der Vorhang des Mottowagens auf dem Severinskirchplatz in der Südstadt gelüftet wurde und „Uns Sproch es Heimat“ zu lesen war.

Ein Motto, dass es in sich hat. Waren seine Vorgänger in den letzten Jahren mal mehr, mal weniger einfallsreich oder relevant, ist das Motto 2018/19 ein klares Statement und ein Aufruf zugleich. Denn: Schon vor zehn Jahren schätzten Sprachforscher, dass nur noch 250.000 Kölner ihre Mundart im Alltag sprechen. Laut der UNESCO ist das Kölsche eine vom Aussterben bedrohte Mundart. Auf der anderen Seite arbeitet jedoch die Akademie für uns kölsche Sproch erfolgreich, es gibt Schul-AGs op kölsch und nicht zu vergessen immer mehr junge und teilweise sehr erfolgreiche Bands, deren kölsche Songs längst nicht nur an Karneval eine Rolle spielen.

Auch abseits des Karnevals Kölsch zu sprechen – und wenn es nur ein paar Ausdrücke sind – ist eben mehr als Brauchtum und Tradition. So sagte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Wer sich ein bisschen auf die kölsche Sprache einlässt, spürt sofort, warum sie für die Menschen in Köln ein so wichtiges Stück Heimat bedeutet.” Daher sei das Motto gleichzeitig eine Einladung an alle, die nur wenig oder kein Kölsch sprechen, diese Sprache und die damit verbundene Lebensart besser kennen zu lernen.

Wie findet ihr das Motto der nächsten Session? Erzählt es uns weiter unten in den Kommentaren oder auf Facebook!
Und wer sein Wissen der kölschen Sproch mal testen möchte, der klickt hier.
Lest hierzu auch: “Das sagen die Kölner zum neuen Sessionsmotto”.

Screenshot: EXPRESS

Teile Dich jeck!
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.